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- Imposter: Sie sind kein Hochstapler!
Selbstzweifel im Rampenlicht: Das Imposter-Phänomen verstehen Imposter-Gefühle. Dieses nagende Gefühl, nicht gut genug zu sein. Als hätte man sich in einen Raum geschlichen, in den man gar nicht gehört. Kommt Ihnen das bekannt vor? Fühlen Sie sich manchmal wie ein Betrüger? Haben Sie Angst, entlarvt zu werden – weil Sie glauben, nicht so kompetent zu sein, wie andere es von Ihnen denken? Denken Sie, dass Ihre Erfolge nur Zufall oder Glück sind? Hinter all dem steckt oft ein geschwächtes Selbstwertgefühl. Der innere Glaube, nicht zu genügen – trotz nachweislicher Erfolge. Ein Gefühl, das nicht selten aus alten Erfahrungen stammt und sich heute noch in Frage stellt, was längst verdient ist. Selbstzweifel kennt jeder. Wenn diese Gedanken jedoch dauerhaft in Ihrem Kopf kreisen, lohnt es sich, genauer hinzusehen. Impostor-Syndrom: Wenn die eigenen Erfolge sichtbar sind – und sich trotzdem nicht echt anfühlen. Was ist das Imposter Phänomen? Im Deutschen werden verschiedene Begriffe verwendet: Imposter-Syndrom, Impostor-Syndrom, Imposter-Phänomen oder Hochstapler-Syndrom. Gemeint ist meist dasselbe innere Erleben: Menschen zweifeln an ihrer Kompetenz, obwohl objektiv vieles für ihre Fähigkeiten spricht. Sie schreiben Erfolge eher Glück, Zufall oder äußeren Umständen zu – und haben gleichzeitig Angst, irgendwann „aufzufliegen“. Das Imposter-Syndrom ist keine medizinische Diagnose im Sinne der ICD-11. Doch nur weil es nicht im Lehrbuch steht, heißt das nicht, dass es harmlos ist – im Gegenteil! Es kann Zufriedenheit, Karriere und persönliche Entwicklung blockieren und zu erhöhtem Stress, Burnout oder sogar Depressionen führen. Imposter: Sie sind nicht allein! Das Imposter-Phänomen wurde ursprünglich von den Psychologinnen Pauline Clance und Suzanne Imes beschrieben. Heute zeigen wissenschaftliche Übersichtsarbeiten: Imposter-Gefühle sind weit verbreitet – genaue Zahlen schwanken jedoch stark, je nachdem, wie sie gemessen werden. Wichtiger als eine einzelne Prozentzahl ist deshalb die Erkenntnis: Viele Menschen kennen dieses Gefühl, trotz sichtbarer Kompetenz innerlich nicht wirklich zu genügen. Sie leben mit der Angst, „aufzufliegen“ – als hätte man ihnen aus Versehen den Schlüssel zum Erfolg gegeben und würde ihn jeden Moment zurückfordern. Doch dieses Gefühl ist kein Beweis dafür, dass Sie nicht kompetent sind. Es ist ein Hinweis darauf, wie streng und verzerrt der eigene Blick auf sich selbst manchmal werden kann. Warum entsteht das Imposter-Phänomen? Menschen mit Imposter-Gefühlen... haben große Selbstzweifel trotz nachweislicher Kompetenz. glauben, ihre Erfolge seien nicht verdient. übersehen eigene Stärken und schreiben Erfolge Glück oder Zufall zu. fürchten, andere zu täuschen und entlarvt zu werden. Ein wichtiger Mechanismus dabei ist die Art, wie Erfolg und Misserfolg innerlich erklärt werden. Erfolge werden dann nicht als Ergebnis von Fähigkeit, Vorbereitung oder Erfahrung erlebt, sondern eher als Glück, Zufall oder günstiger Umstand. Misserfolge dagegen werden schnell als Beweis persönlicher Unzulänglichkeit gelesen. So entsteht ein inneres Ungleichgewicht: Was gelingt, zählt nicht richtig. Was misslingt, zählt doppelt. Kurz gesagt: Sie unterschätzen sich selbst Das Imposter-Phänomen beschreibt genau dieses innere Missverhältnis: Nach außen gibt es Kompetenz, Erfahrung oder Erfolg – innerlich kommt all das nicht richtig an. Stattdessen bleibt die Sorge, andere könnten irgendwann merken, dass man „eigentlich gar nicht so gut“ ist. Diese innere Anspannung kann Stress auslösen – mental und körperlich. Manche Menschen reagieren darauf mit übermäßiger Vorbereitung, andere mit Aufschieben, Rückzug oder dem Gefühl, sich ständig neu beweisen zu müssen. Das Imposter-Phänomen betrifft nicht nur Frauen und auch nicht nur Menschen, die nach außen besonders erfolgreich wirken. Eine zentrale Wurzel: die Angst vor Versagen Hierzu einige Reflexionsfragen: Was haben Sie als Kind oder Teenager über Versagen gelernt? Was bedeutet es einen Fehler zu machen? Was haben Sie als Kind oder Teenager über Kritik gelernt? Welche frühen Erinnerungen oder Erlebnisse prägte diese Sichtweise? Basierend auf diesen Erlebnissen, was haben Sie über sich selbst verinnerlicht? Kernüberzeugungen über uns entstehen (oft) in der Kindheit und von da an, prägen sie unsere Wahrnehmung. In der Psychologie nennt man das Confirmation Bias. Die Kernüberzeugungen beeinflussen oder verzerren also unsere Wahrnehmung. Wen betrifft das Imposter Phänomen also nun konkret? Menschen, die von Menschen erzogen wurden Personen im Umfeld von Organisationen, Kulturen, die Selbstzweifel befeuern Allein arbeitende, alleinstehende Menschen Fremde, in fremden Umgebungen Soziale Gruppen (Frauen, People of Color, etc) Traditionsbrecher (z.B. der erste Studierende in einer Nicht-Akademiker-Familie) Personen in Phasen des Übergangs Menschen, die regelmäßig bewertet oder getestet wurden – ob in Schule, Studium oder Beruf. Welche Auswirkungen hat das Imposter Syndrom auf Psyche und Gesundheit? Im Folgenden sind die Auswirkungen des Imposter Phänomens zusammengefasst: Negatives Selbstbild und geringer Selbstwert Zunahme negativer Gedanken und Gefühle Dauerhaft reduziertes Wohlbefinden Dauerhaft erhöhtes Stresslevel Schlechte psychische und physische Verfassung Durch all diese Faktoren ein gesteigertes Risiko für Angststörungen, Depression und Burnout. Zudem führt das Imposter Phänomen im beruflichen Kontext dazu, dass wir unser Potential nicht ausschöpfen. Dies zeigt sich zum Beispiel in geringer Arbeitszufriedenheit, weniger Karriereplanung, geringerem Karrierestreben und Spannungen mit Vorgesetzten und Kollegen. Impostor Cycel – der Imposter Kreislauf (nach Clance und Imes) -> Fordernde Situation (außerhalb der Komfortzone) -> Selbstzweifel, Angst vor Versagen, Sorge Aufgabe nicht gerecht zu werden -> Übermäßige Vorbereitung ODER Prokrastination -> kurzes Gefühl der Erleichterung -> Abwertung des Lobs, Negierung des Erfolgs -> Hochstapler-Gefühle, gesteigerte Selbstzweifel, noch mehr Angst Die Imposter Typen nach V. Young Perfektionist Der Perfektionist muss alles perfekt und mindestens 100% richtig machen Sie können nicht alles allein und perfekt und immer richtig machen. Wir sind alle Menschen. Wir können nicht alles immer perfekt und fehlerfrei erledigen. Fehler sind menschlich und ohne Fehler würden wir viel weniger lernen. Oder konnten Sie als Kind gleich mit dem ersten Schritt perfekt gehen? Natürliches Genie Das natürliche Genie glaubt, dass Intelligenz und Kompetenz ganz natürlich in ihm sind Jeder von uns hat Stärken und Schwächen. Talente sind uns angeboren und können durch Übung gefestigt werden. Manches fällt uns einfach leicht. Aber eben nicht alles. Experte Der Expert glaubt, er müsse alles können Ein Experte hat ein Spezialgebiet, kein Mensch kann und muss alles können. Individualist Der Individualist glaubt, er muss alles allein können Wir Menschen sind soziale Wesen. Wir haben nur überlebt, weil wir uns gegenseitig geholfen, uns geschützt und unterstützt haben. Super-Person Die Super-Person jongliert viele Bälle Sie hetzen und jagen allen Terminen und Verpflichtungen hinterher. Ihr Terminkalender ist voll und es gibt Entspannung nur mit Termin. Nehmen Sie den Fuß vom Gas und überlegen Sie, ob Sie wirklich all die vielen Dinge handeln können müssen, oder ob es nicht einfach zu viele Aufgaben sind. Es ist nichts falsch daran, immer sein Bestes zu geben. ABER: das dauerhafte Erwarten alles zu können und zu wissen ist unrealistisch und macht krank! Häufige Fragen zum Imposter-Phänomen Was ist mit Imposter eigentlich gemeint? Mit Imposter ist meist das sogenannte Imposter Syndrom gemeint – auch Impostor-Syndrom oder Hochstapler-Syndrom genannt. Viele Betroffene erleben ihre Erfolge nicht als verdient, sondern schreiben sie eher Glück, Zufall oder äußeren Umständen zu. Dahinter steckt oft nicht mangelnde Fähigkeit, sondern ein geschwächter Selbstwert und ein verzerrter Blick auf sich selbst. Woran erkenne ich Imposter-Gefühle bei mir? Typisch ist, dass Sie trotz sichtbarer Leistungen immer wieder denken: Eigentlich kann ich das gar nicht richtig, irgendwann merkt jemand, dass ich nicht gut genug bin oder mein Erfolg war nur Zufall. Viele Menschen mit Imposter-Gefühlen bereiten sich übermäßig vor, zweifeln ständig an sich, werten Lob ab oder erleben Erleichterung nur sehr kurz, bevor die Selbstzweifel wieder einsetzen. Ist Imposter eine offizielle Diagnose? Nein. Das Imposter-Phänomen ist keine offizielle medizinische Diagnose im Sinne eines Krankheitsbildes. Trotzdem kann es sehr belastend sein und sich deutlich auf Wohlbefinden, Selbstwert, Stresslevel, berufliche Entwicklung und psychische Gesundheit auswirken. Nicht alles, was nicht im Diagnosemanual steht, ist harmlos — und genau das gilt hier. Woher kommen Imposter-Gefühle? Imposter-Gefühle entstehen oft aus frühen Erfahrungen mit Kritik, Leistung, Fehlern, Bewertung und Versagen. Viele Menschen haben irgendwann verinnerlicht, dass sie nur dann genügen, wenn sie besonders gut, fehlerfrei oder unangreifbar sind. Solche alten Überzeugungen wirken später weiter und färben die Wahrnehmung: Erfolge werden kleingeredet, Unsicherheit wird überbewertet. Wen betrifft das Imposter-Phänomen besonders häufig? Imposter-Gefühle können viele Menschen betreffen, besonders häufig zeigen sie sich bei Menschen in Übergangsphasen, bei Personen in leistungsorientierten Umfeldern, bei Menschen mit viel Selbstkritik, bei Traditionsbrechern oder bei Personen, die sich in bestimmten Kontexten als „fremd“ erleben. Auch Frauen sind davon oft betroffen, aber eben nicht nur. Entscheidend ist weniger die Außenwirkung als das innere Erleben von Nicht-genügen. Fazit: Imposter-Gefühle ernst nehmen, ohne ihnen alles zu glauben Imposter-Gefühle verschwinden nicht dadurch, dass Sie noch mehr leisten, sich noch besser vorbereiten oder sich noch stärker anstrengen. Oft beginnt Veränderung dort, wo Sie Ihre Erfolge realistischer betrachten. Wo Sie Lob nicht sofort wegschieben. Wo Sie den inneren Kritiker nicht mehr automatisch für die Wahrheit halten. Sie müssen nicht perfekt sein, um kompetent zu sein. Und Sie müssen sich Ihren Platz nicht jeden Tag neu verdienen. Wenn Sie merken, dass Selbstzweifel, Leistungsdruck oder die Angst, „aufzufliegen“, viel Raum einnehmen, kann es hilfreich sein, genauer hinzuschauen. In meiner psychologischen Beratung online unterstütze ich Menschen dabei, die offenen Tabs im Kopf zu sortieren – und zu schließen, was Kraft kostet. Für mehr innere Klarheit, Selbstführung und eine liebevollere Verbindung mit sich selbst. Wenn Sie sich darin wiedererkennen, können wir in einem kostenfreien Vorgespräch gemeinsam schauen, was Sie gerade brauchen – und ob mein Angebot für Sie passend ist. Vielleicht interessiert Sie auch: Perfektionismus: Wenn gut nie gut genug ist People Pleasing: Warum es so erschöpft, es allen recht machen zu wollen People Pleasing, Perfektionismus und Imposter: drei Muster hinter dem Gefühl, nicht genug zu sein Quellen & Inspirationen: Clance, P. R. & Imes, S. A. (1978): The Impostor Phenomenon in High Achieving Women: Dynamics and Therapeutic Intervention. Psychotherapy: Theory, Research & Practice. Bravata, D. M. et al. (2020): Prevalence, Predictors, and Treatment of Impostor Syndrome: A Systematic Review. Journal of General Internal Medicine. Young, V.: The 5 Types of Impostor Syndrome. Impostor Syndrome Institute. Vincent, K.: Overcoming Imposter Syndrome. The Great Courses / Audible Originals, 2023. Praxis Kommunikation 04/2025: Fachliche Impulse zu Imposter, Perfektionismus, People Pleasing, Selbstwert und dem Gefühl, nicht genug zu sein. www.soham-psychologische-beratung.de
- Selbstliebe lernen: Wie Sie sich selbst endlich annehmen können
Selbstliebe lernen: Der Weg zu einem liebevollen Umgang mit sich selbst Selbstliebe lernen: Liebevoll mit sich selbst umzugehen beginnt oft mit einem stillen inneren Ja. Selbstliebe lernen? Wie soll das gehen? Kann man Selbstliebe lernen? In meinen psychologischen Beratungen stelle ich immer wieder fest, dass meine Klienten große Schwierigkeiten haben sich selbst zu lieben, sich selbst mit Selbstmitgefühl und Selbstfürsorge zu begegnen. Dabei ist Selbstliebe so wichtig für unsere psychische und körperliche Gesundheit. In diesem Selbstliebe lernen Artikel möchte ich Ihnen die Selbstliebe näher bringen, möchte aufzeigen, warum Selbstliebe lernen so wichtig ist, was die Wissenschaft darüber sagt. Schritt für Schritt zu mehr Selbstliebe. Damit Selbstliebe lernen für Sie dann auch wirklich funktioniert, beleuchte ich häufige Hindernisse auf dem Weg zu mehr Selbstliebe sodass Sie gut gewappnet sind Selbstliebe zu lernen. Darum geht es in diesem Artikel: Was bedeutet Selbstliebe und warum ist es so wichtig, sie zu lernen? Selbstliebe lernen: Wie fehlende Selbstliebe unser Leben beeinträchtigt Selbstakzeptanz als erster Schritt: Warum Selbstliebe lernen ein "Must-have" ist Negative Glaubenssätze loslassen: Der Schlüssel, um Selbstliebe zu lernen Selbstmitgefühl entwickeln: Der wichtigste Baustein, um Selbstliebe lernen zu können Selbstliebe lernen: Kennen Sie Ihre Werte und Bedürfnisse? Hindernisse überwinden: Warum es so schwer ist, Selbstliebe zu lernen - und wie es trotzdem gelingt Selbstliebe lernen in kleinen Schritten: Drei einfache Tipps für Ihren Alltag Selbstliebe lernen: Ein Prozess, der Ihr Leben verändert Was bedeutet Selbstliebe und warum ist es so wichtig, sie zu lernen? Selbstliebe beschreibt die Fähigkeit, sich selbst liebevoll zu begegnen, zu akzeptieren, wertzuschätzen und respektvoll mit sich umzugehen. Im Gegensatz dazu ist das Selbstwertgefühl der Wert, den wir uns selbst beimessen. Häufig wird dieser in der Kindheit von Bezugspersonen geprägt und darüber hinaus im Verlauf des Lebens über eine Summe von inneren und äußern Faktoren beeinflusst. Selbstwert kann in verschiedenen Lebensphasen Schwankungen unterliegen. Selbstliebe hingegen bleibt stabil, weil sie auf einer bedingungslosen, liebevollen und fürsorglichen Annahme der eigenen Person beruht und den Umgang mit uns selbst beschreibt. Studien zeigen, dass Menschen, die Selbstliebe lernen, resilienter gegenüber Stress, weniger anfällig für Perfektionismus und insgesamt zufriedener sind. Selbstliebe bringt inneren Stabilität und hilft uns gesunde Beziehungen aufzubauen. Selbstliebe lernen: Wie fehlende Selbstliebe unser Leben beeinträchtigt Selbstliebe lernen: Wenn Selbstliebe fehlt, entstehen oft innerer Druck, Selbstkritik und das Gefühl, nicht zu reichen. Die Wissenschaft, Psychologen, Psychotherapeuten, psychologische Berater und Coaches sind sich einig: fehlende Selbstliebe kann weitreichende psychische Auswirkungen haben. Wenn wir uns selbst nicht lieben, beeinträchtigt das unser Wohlbefinden und unser Lebensqualität ganz erheblich: Wir neigen dann unter anderem häufig zu Selbstkritik, innerem und äußerem Stress und einem Gefühl der Unzulänglichkeit. Einige psychische Auswirkungen in kurz skizziert: Erhöhte Anfälligkeit für Depressionen und Angststörungen: Durch Studien konnte belegt werden, dass Personen mit einem recht geringen Maß an Selbstakzeptanz häufiger unter depressiven Verstimmungen und Angstgefühlen leiden. Dies lässt sich vor allem auf den anhaltenden inneren Druck, die Selbstabwertungen und die dadurch verstärkten dysfunktionalen Denkmuster zurückführen. Perfektionismus und chronische Unzufriedenheit: Wer sich selbst nicht akzeptieren kann, ist häufig bemüht dies zu kaschieren (Perfektionismus) oder sich über das Außen ein Gefühl von Wert - in Form von Bestätigung - zu schaffen. Was dabei entsteht, ist ein Teufelskreis aus Erwartung, Überforderung und Enttäuschung. Wer sich selbst nicht auf die rechte Art liebt, kann auch andere nicht lieben. Denn die rechte Liebe zu sich ist auch das natürliche Gutsein zu anderen. Selbstliebe ist also nicht Ichsucht, sondern Gutsein. Robert Musil Probleme in Beziehungen: Das obige Zitat bringt es meiner Ansicht nach auf den Punkt. Sich selbst zu lieben, sich als Ganzes anzunehmen, macht uns freier, weicher und toleranter mit uns und in unseren zwischenmenschliche Beziehungen. Wer sich selbst nicht respektvoll behandelt, hat oft Schwierigkeiten, gesunde Grenzen zu setzen, neigt zu Abhängigkeiten und Anpassung oder hat Angst vor Zurückweisung. Geringere Resilienz gegenüber Stress: Fehlende oder instabile Selbstliebe kommt oft Hand in Hand mit Selbstzweifeln und negativen inneren Dialogen. Das wiederum beeinträchtig häufig unsere Fähigkeit konstruktiv mit schwierigen Situationen umzugehen. Wir reagieren empfindlicher auf Stressfaktoren und Herausforderungen und fühlen uns leicht überfordert. Dieser Mangel an Selbstliebe wirkt sich aber nicht nur auf die Psyche, sondern auch auf die körperliche Gesundheit aus. Chronischer Stress und negative Gedanken können zu Schlafstörungen, einem geschwächten Immunsystem und sogar zu langfristigen (psychosomatischen) Erkrankungen führen. Selbstliebe lernen ist also wirklich essenziell um psychisch und körperlich gesund zu bleiben. Selbstakzeptanz ist meine Weigerung, eine feindselige Beziehung zu mir selbst zu haben. Nathaniel Branden Selbstakzeptanz als erster Schritt: Warum Selbstliebe lernen ein „Must-have“ ist Wenn Sie Selbstliebe lernen möchten, dann braucht es dazu Geduld und Übung. Hier einige Tipps, die ich Ihnen dazu ans Herz legen, zur Hand geben möchte: 1. Negative Glaubenssätze loslassen: Der Schlüssel, um Selbstliebe zu lernen Glaubenssätze sind positive oder negative innere Überzeugungen. Diese Annahmen über uns selbst prägen sich überwiegend in der Kindheit und Jugend und wirken ständig in uns. Einige Beispiele: positive Glaubenssätze negative Glaubenssätze Ich bin ein Glückspilz Ich muss mir Liebe verdienen Ich bin mutig Ich bin nicht gut genug Ich kann alles schaffen Ich darf nicht nein sagen Ich bin gut so wie ich bin Ich muss alles richtig machen Wenn Sie nun die tief verankerte negative Überzeugung in sich tragen: „Ich bin nicht gut genug“ oder „Ich habe Liebe nicht verdient“, dann kann das ein Hindernis auf dem Weg zum Selbstliebe lernen sein. Hinterfragen Sie sich und Ihre Annahmen über sich und erarbeiten Sie ggf. funktionale, positive Glaubenssätze um dieses Hindernis zu überwinden. ** Tipp: Schreiben Sie sich Ihre häufigsten selbstkritischen Gedanken auf und stellen Sie sich folgende Fragen: *** „Stimmt das wirklich?“ *** „Welche Beweise sprechen für oder gegen diesen Gedanken?“ *** „Wie würde ich mit einem Freund sprechen, der sich so fühlt?“ Durch diesen Perspektivwechsel können Sie destruktive Gedankenmuster entkräften und dann durch positive Überzeugungen ersetzen. Das ist ein wesentlicher Schritt, um Selbstliebe zu lernen. 2. Selbstmitgefühl entwickeln: Der wichtigste Baustein, um Selbstliebe lernen zu können Beeinflusst durch den Buddhismus hat die Psychologin Kristin Neff fast ihr ganzes Arbeitsleben zu Selbstmitgefühl geforscht. Sie konnte in einer großen Anzahl von Studien belegen, dass Selbstmitgefühl erheblich zu unserer psychischen Gesundheit beiträgt. Selbstmitgefühl ist keine "verweichlichte" Einstellung zu uns selbst und darf nicht mit Selbstmitleid verwechselt werden. Es ist vielmehr eine mitfühlende Begegnung mit uns, was gerade angesichts von herausfordernden Situationen im Leben entscheidend ist. Ebenso entscheidend ist Selbstmitgefühl auf dem Weg um Selbstliebe zu lernen. Wie Kristin Neff in ihrer Forschung zeigt, besteht Selbstmitgefühl aus Selbstfreundlichkeit, der Anerkennung der gemeinsamen Menschlichkeit und Achtsamkeit. Diese Fähigkeiten helfen, in schwierigen Momenten mit sich selbst fürsorglich umzugehen. Du selbst, genauso wie jeder andere im ganzen Universum, verdienst deine Liebe und Zuneigung. Buddha ** Tipp: Wenn Sie mit einer schwierigen Situation konfrontiert sind, können Sie sich selbst diese drei Fragen stellen: *** „Was würde ich einem Freund in dieser Lage sagen?“ *** „Wie kann ich mich selbst unterstützen, anstatt mich zu verurteilen?“ *** „Was brauche ich gerade, um mich besser zu fühlen?“ Diese Fragen fördern Selbstfreundlichkeit und stärken langfristig Ihre liebevolle Beziehung zu sich selbst. Je häufiger Sie Selbstmitgefühl üben, desto leichter wird es Ihnen fallen, Selbstliebe zu lernen. 3. Selbstliebe lernen: Kennen Sie Ihre Werte und Bedürfnisse? In der Beratung erleben ich oft, dass sich meine Klienten von äußeren Erwartungen leiten lassen. Sie achten auf Ihre Familie und Freunde und gehen dabei immer wieder über Ihre eigenen Grenzen hinweg. Mit meinen Klienten arbeite ich dann zunächst an dem, was Ihnen persönlich wichtig ist. ** Tipp: Machen Sie eine Liste Ihrer Werte und Bedürfnisse. Fragen Sie sich: *** „Was ist mir wirklich wichtig im Leben?“ *** „Welche Top 5 Werte haben ich in den Bereichen: Leben, Familie und Beruf" *** „Welche Dinge geben mir Kraft. Was raubt mir Energie?" Wenn Sie Ihre Werte und Bedürfnisse kennen, können Sie Entscheidungen treffen, die im Einklang mit Ihrem wahren Selbst stehen. Diese Klarheit stärkt Ihre Selbstliebe und hilft Ihnen, authentischer zu leben. Hindernisse überwinden: Warum es so schwer ist, Selbstliebe zu lernen – und wie es trotzdem gelingt „Wer seine Feinde kennt, kann sie besiegen" - das Bewusstsein über diese Stolpersteine und Hindernisse auf dem Weg zum Selbstliebe lernen ist entscheidend und hilft sie zu überwinden. 1. Perfektionismus: Der Feind, wenn Sie Selbstliebe lernen wollen Perfektionismus ist ein häufiges Hindernis für Selbstliebe. Der Druck, in jeder Situation perfekt sein zu müssen, führt oft zu Selbstkritik und Versagensängsten. ** Tipp: Wie können Sie das überwinden? *** Setzen Sie realistische Erwartungen an sich selbst. *** Feiern Sie kleine Erfolge, anstatt nur das große Ziel im Blick zu haben. *** Machen Sie sich bewusst, dass Perfektion unerreichbar und Unvollkommenheit menschlich ist. Vergleich mit anderen: Ein Hindernis beim Selbstliebe lernen Das ständige Vergleichen mit anderen, besonders in sozialen Medien, verstärkt das Gefühl, nicht genug zu sein und macht es damit sehr schwer sich Liebe zu schenken. ** Tipp: Wie können Sie das überwinden? *** Reduzieren Sie bewusst Ihre Zeit in sozialen Medien. *** Fokussieren Sie sich auf Ihre eigenen Fortschritte, anstatt sich mit anderen zu messen. *** Machen Sie sich bewusst: Das Leben anderer Menschen, wie es online dargestellt wird, ist oft idealisiert. ** Anmerkung: Dies betrifft natürlich nicht nur soziale Medien. Vergleiche generell sind nicht dienlich. Der/die einzige, mit der Sie sich vergleichen sollten, sind Sie selbst. Was haben Sie schon alles geschafft in Ihrem Leben? Schuldgefühle: Ein häufiges Hindernis beim Selbstliebe lernen Viele Menschen haben das Gefühl, dass es egoistisch ist, sich selbst zu lieben und fürsorglich auf sich zu achten. Schuldgefühle sind hier nicht angebracht und gesund! ** Tipp: Wie können Sie das überwinden? *** Erinnern Sie sich daran: Selbstfürsorge ist kein Egoismus, sondern notwendig, um gut für sich zu sorgen UND um anderen zu helfen. *** Üben Sie sich in positiven Affirmationen/Glaubenssätze, z. B.: „Ich bin es wert, gut für mich selbst zu sorgen.“ *** Sprechen Sie mit Freunden oder psychologischen Berater über Ihre Schuldgefühle, um sie besser zu verstehen. Selbstliebe lernen in kleinen Schritten: Drei einfache Tipps für Ihren Alltag Zeigen Sie sich, wie sehr Sie sich lieben: ** Pausen einlegen: Gönnen Sie sich bewusst Pausen. Spüren Sie in Ihren Körper: Sind Sie erschöpft sind, fallen Ihnen Dinge schwer oder haben Sie das Bedürfnis nach Ruhe? Ein kurzer Spaziergang, eine Tee-oder Kaffee-Pause kann helfen neue Energie zu schöpfen. ** Grenzen setzen: Lernen Sie, „Nein“ zu sagen, wenn eine Bitte oder Aufgabe Ihre eigenen Ressourcen überfordert. Ein "nein" zu jemand anderem, ist ein "ja" zu sich selbst. Sie schützen Ihre Kraftreserven und sind respektvoll zu sich. ** positive Selbstgespräche: Achten Sie auf Ihre inneren Dialoge und ersetzen Sie selbstkritische Gedanken durch unterstützende Sätze, wie: „Ich gebe mein Bestes, und das ist genug.“ Selbstliebe lernen: Sich selbst näherzukommen beginnt oft mit einem ehrlichen Moment der Reflexion. Häufige Fragen zu Selbstliebe lernen Kann man Selbstliebe lernen? Ja, Selbstliebe lässt sich lernen. Sie fällt manchen Menschen nicht einfach in den Schoß, sondern wächst Schritt für Schritt durch Selbstakzeptanz, Selbstmitgefühl und einen freundlicheren Umgang mit sich selbst. Selbstliebe lernen bedeutet nicht, sich perfekt zu finden, sondern sich mit den eigenen Stärken und Schwächen anzunehmen. Warum fällt es vielen Menschen so schwer, Selbstliebe zu lernen? Selbstliebe lernen ist oft deshalb so schwer, weil alte Glaubenssätze, Selbstkritik, Perfektionismus oder ständige Vergleiche im Weg stehen. Viele haben früh gelernt, sich über Leistung, Anpassung oder das Außen zu definieren. Dann wirkt Selbstliebe erst einmal ungewohnt oder sogar egoistisch, obwohl sie in Wahrheit eine wichtige Grundlage für psychische Stabilität ist. Was ist der Unterschied zwischen Selbstliebe und Selbstwert? Selbstwert beschreibt eher den Wert, den wir uns selbst beimessen. Selbstliebe geht noch einen Schritt weiter: Sie zeigt sich darin, wie wir mit uns umgehen. Wer Selbstliebe lernen möchte, übt sich darin, sich selbst liebevoll, respektvoll und fürsorglich zu begegnen – auch an schwierigen Tagen. Selbstwert und Selbstliebe hängen eng zusammen, sind aber nicht dasselbe. Wie kann ich Selbstliebe lernen, wenn ich sehr selbstkritisch bin? Gerade dann lohnt es sich, Selbstliebe zu lernen. Ein guter Anfang ist, selbstkritische Gedanken bewusst wahrzunehmen und zu hinterfragen. Hilfreich ist oft die Frage: Würde ich mit einem geliebten Menschen so sprechen wie mit mir selbst? Wer lernt, freundlicher mit sich zu reden, Pausen zuzulassen und die eigenen Bedürfnisse ernster zu nehmen, legt eine wichtige Grundlage für mehr Selbstliebe. Welche kleinen Schritte helfen, um Selbstliebe im Alltag zu lernen? Selbstliebe lernen beginnt oft im Kleinen. Zum Beispiel, indem Sie Grenzen setzen, bewusste Pausen machen, Komplimente annehmen, freundlich mit sich sprechen oder Ihre eigenen Werte und Bedürfnisse besser kennenlernen. Es geht nicht um große Gesten, sondern um einen neuen Umgang mit sich selbst – wiederholt, ehrlich und alltagstauglich. Selbstliebe lernen: Ein Prozess, der Ihr Leben verändert Selbstliebe lernen erfordert Zeit, Geduld und Übung. Es ist ein Weg, der sich Schritt für Schritt entwickeln lässt. Ich wünsche mir, dass ich Sie mit diesem Beitrag inspirieren konnte gut für sich zu sorgen und sich selbst mit mehr Akzeptanz und Liebe zu begegnen. Denken Sie daran: Selbstliebe bedeutet nicht, fehlerfrei zu sein, sondern sich mit all seinen Facetten anzunehmen. Als Coach und psychologische Beraterin begleite ich Sie gern auf Ihrem Weg zu mehr Selbstliebe und damit zu mehr Zufriedenheit mit sich, in Ihren Beziehungen und im Business. Vereinbaren Sie einen Termin und wir starten gemeinsam - jeder kleine Schritt zählt. Ich entscheide mich bewusst dafür, mich selbst zu lieben. Louise L. Hay Vielleicht interessiert Sie auch: Wege aus der Einsamkeit Wingwave-Coaching: Berufliche und persönliche Ziele erreichen Resilienz stärken: 4 Tipps für Ihren Alltag Quellen und Literaturangaben Neff, K. (2011). Self-Compassion: The Proven Power of Being Kind to Yourself. HarperCollins. Kristin Neff Website: self-compassion.org. Rogers, C. (1961). On Becoming a Person: A Therapist's View of Psychotherapy. Houghton Mifflin Harcourt. Seligman, M. (2011). Flourish: A Visionary New Understanding of Happiness and Well-being. Free Press. Martin Seligman beleuchtet die Rolle von Selbstakzeptanz für ein erfülltes Leben. Zessin, U., Dickhäuser, O., & Garbade, S. (2015). The Relationship Between Self-Compassion and Well-Being: A Meta-Analysis. Applied Psychology: Health and Well-Being, 7(3), 340–364. Die Studie untersucht die Rolle von Selbstmitgefühl für psychische und körperliche Gesundheit. Inspirationsquelle: Seelenschreiberei.org, Artikel zu inspirierenden Zitaten über Selbstliebe (Link). https://raumfuereuch.com/blog/selbstliebe/selbstliebe-zitate/#:~:text=Wer%20sich%20selbst%20nicht%20auf,also%20nicht%20Ichsucht%2C%20sondern%20Gutsein.&text=Wer%20einmal%20sich%20selbst%20gefunden,auf%20der%20Welt%20mehr%20verlieren. www.soham-psychologische-beratung.de
- Gelungenes Leben: 5 Faktoren für ein gelungenes Leben
Wie lebe ich ein gelungenes Leben? Gelungenes Leben - wollen wir das nicht alle? Am Ende des Lebens zurückblicken und zufrieden sagen: "Das war ein wirklich gutes, schönes, ein gelungenes Leben. Manche Zeiten war schwer und ich hatte zu kämpfen, es gab auch viele schöne Momente, die mich mit großer Dankbarkeit erfüllt haben. Ich blicke zurück und es ist gut. Es ist gut so, wie es war." In der psychologischen Beratung geht es auch immer wieder um die Frage: Wie lebe ich ein gelungenes Leben? Diese Frage nehme ich zum Anlass für diesen Beitrag. Natürlich ist es sehr individuell, wie Ihr gelungenes Leben aussieht. Aber gerade, wenn Sie mit dem Leben hadern kann die Positive Psychologie einen Impuls geben, wie Sie fürsorglich und bestimmt Ihr Leben wieder auf die richtige Spur bringen - auf den Weg in Richtung gelungenes Leben. 5 Faktoren für ein gelungenes Leben Martin Seligman, der immer wieder als der „Vater der Positiven Psychologie“ bezeichnet wird, hat in seinem Buch "Flourish – Wie Menschen aufblühen" die fünf Faktoren für ein gelingendes Leben beschrieben. Zusammengefasst hat Seligman das Ganze unter dem Akronym P.E.R.M.A. P = Positive Gefühle E = Engagement/Interesse R = Relationships (positive Beziehungen) M = Meaning (Sinn) A = Accomplishments (Errungenschaften) Positive Gefühle, Engagement/Interesse, positive Beziehungen, Sinn und Errungenschaften steigern die Resilienz, das Wohlbefinden und bringen Zufriedenheit. Die Positive Psychologie kommt aus den Vereinigten Staaten und ist ein sehr junger, aber nicht minder faszinierender Zweig der Psychologie. Der Grundgedanke ist, nicht defizitorientiert zu arbeiten, sondern den Menschen dabei zu unterstützen, seine Stärken zu stärken und dadurch aufzublühen. Neben dem Stärkentest gibt es zu **P.E.R.M.A.** eine Vielzahl von unterschiedlichen Übungen, die den Fokus entsprechend ausrichten. Ich persönlich finden den Ansatz äußerst spannend und in meiner täglichen Arbeit mit Klienten nutze ich viele von Seligmans Inspirationen. Meine Klienten bestätigen mir immer wieder, wie hilfreich und wirkungsvoll diese Inspirationen sind. Gelungenes Leben: Die fünf Faktoren von P.E.R.M.A. im Detail Gelungenes Leben - 1. Positive Gefühle Erleben wir als Menschen positive Emotionen wie Freude, Dankbarkeit, Zufriedenheit und Hoffnung trägt das zu unserem Wohlbefinden bei. Wir fühlen uns insgesamt leichter, freier und haben mehr Energie. Dies wiederum wirkt "dämpfend" auf negative Gefühle, die sich dadurch einfach weniger "schwer" anfühlen. ** Tipps und Inspirationen: *** Dankbarkeitstagebuch: Seligmans Studien konnten belegen, dass sich durch das tägliche führen eines Dankbarkeitstagesbuchs bei Menschen mit depressiver Verstimmung in recht kurzer Zeit eine deutliche Verbesserung einstellte. Der Grund dafür: Evolutionsbedingt ist unser Gehirn auf der Suche nach Gefahren (Fehlern); d.h. es sucht immer das "Haar in der Suppe". Nur so konnten wir überleben. Verbinden wir uns also - vorzugsweise täglich - mit positiven Aspekten unseres Lebens, weiten wir unseren Fokus und lernen buchstäblich, dass unser Leben eben nicht nur aus Gefahren/Fehlern besteht, sondern dass da viel mehr ist. Aus meiner eigenen Erfahrung wirkt das Dankbarkeitstagebuch sehr schnell und es inspiriert uns jeden Tag ein Stück mehr Dinge zu finden, die wir abends in unser Tagebuch schreiben können. *** Genießen: Genießen Sie noch achtsam, oder funktionieren Sie nur? Nehmen Sie sich bewusst Zeit um zu spüren, was das Leben wirklich ist? Schauen Sie sich den Sonnenuntergang an, oder machen Sie nur ein Foto um es mit Freunden zu teilen? Probieren Sie es aus: Genießen Sie kleine Freuden des Alltags, wie zum Beispiel den Sonnenuntergang, eine Tasse Kakao oder ein heißes Bad. Lassen Sie Ihr Handy in der Tasche und fragen Sie sich: *** Was rieche ich? *** Was spüre ich? *** Was sehe ich? *** Wie geht es mir gerade? Gelungenes Leben - 2. Engagement Puzzeln Sie gern? Kennen Sie das Gefühl, dass Sie ein Puzzelteil in die Hand nehmen und nur mal eben schauen möchten, wo es hinpasst? Wenn Sie das nächste Mal auf die Uhr gucken, sind zwei Stunden verstrichen. Sie waren im Flow. Sie haben Zeit und Raum vergessen und waren völlig mit einer Aufgabe verbunden. Alles um Sie herum war vergessen. Es war der Psychologe Mihály Csíkszentmihályi, der den Begriff Flow definiert hat. Diesen Flow meint Seligman, wenn er von Engagement spricht. Das völlige aufgehen in einer Tätigkeit ist ein Faktor für ein gelungenes Leben. ** Tipps und Inspirationen: *** Hobbys und Interessen: Verfolgen Sie Aktivitäten, die Ihnen Freude machen, die Sie herausfordern oder sich einfach nur leicht anfühlen: Malen, musizieren, Gesellschaftsspiele (probieren Sie Puzzle), Sport oder Arbeiten im Garten. *** Berufliche Herausforderungen: Stellen Sie sich anspruchsvollen Aufgaben im Beruf und bewegen Sie sich aus der Komfortzone heraus, indem Sie sich Herausforderungen stellen, die Ihre Fähigkeiten fordern und weiterentwickeln. *** Ehrenamt: Viele Menschen erleben Flow im Ehrenamt. Durch Freiwilligenarbeit helfen Sie anderen und erfahren durch Ihr Engagement Bestätigung, Sinn und persönliche Zufriedenheit. Gelungenes Leben - 3. Positive Beziehungen Wir Menschen sind keine Einzelgänger, wir sind soziale Wesen und auf eine Gemeinschaft angewiesen. Seit je her helfen wir uns gegenseitig und sind füreinander da. Da ist es eigentlich logisch, dass positive Beziehungen zu Familie, Freunden und Kollegen entscheidend für unser gelungenes Leben, unser Wohlbefinden sind. Sie bieten Unterstützung, Liebe und ein Gefühl der Zugehörigkeit. ** Tipps und Inspirationen: *** Qualitätszeit: Treffen Sie sich regelmäßig mit Freunden und Ihrer Familie. Verbringen Sie die Zeit mit lachen, kochen, spielen. Zeigen Sie sich, wie Sie sind und genießen Sie die gemeinsame Qualitätszeit. *** Kommunikation: Sprechen Sie offene und ehrlich mit Menschen. Teilen Sie mit, was Sie bewegt. So gelingt es Ihnen Missverständnisse zu vermeiden und Sie stärken gleichzeitig Ihre Beziehungen. *** Unterstützung bieten und annehmen: Geben Sie und nehmen Sie. Unterstützung schafft Verbindung. Wir Menschen helfen uns gern gegenseitig, dabei ist es egal, ob unser Geben und Nehmen emotionaler oder ganz praktischer Natur ist. *** Gemeinsame Erlebnisse: Gemeinsam im Flow - das stärkt die Verbindung und die positive Beziehung zueinander. Schaffen Sie gemeinsame Erlebnisse, wie Reisen, sportliche Aktivitäten oder auch bei Konzerten oder kulturellen Veranstaltungen. Gelungenes Leben - 4. Sinn Sinn bezieht sich auf das Gefühl, dass unser Leben einen höheren Zweck hat und dass wir Teil von etwas Größerem sind. Ich persönlich lege Wert darauf, dass jeder "seinen Sinn im Leben" selbst definieren sollte. Es geht hier nicht um die "eine große Mission", sondern um etwas ganz individuelles. Der Fußabdruck, den Sie durch/mit Ihrem Leben hinterlassen wollen. ** Tipps und Inspirationen: *** Freiwilligenarbeit: Durch Freiwilligenarbeit helfen Sie anderen und erfahren durch Ihr Engagement Bestätigung, Sinn und persönliche Zufriedenheit. *** Berufung: Einen Beruf oder eine Tätigkeit finden, die einen tieferen Sinn und persönliche Erfüllung bietet. *** Spiritualität: Die Verbindung in einer religiösen oder spirituellen Gemeinschaft und das gemeinsame Praktizieren, gibt vielen Menschen das Gefühl der Verbundenheit und vor allem das Erleben einem höheren Zweck zu dienen. *** Ziele setzen: Egal ob private oder berufliche Ziele. Zielsetzung und die Ausrichtung auf diese Ziele kann ebenfalls ein Sinn für Ihr Leben sein. Gelungenes Leben - 5. Errungenschaften Was haben Sie schon erreicht im Leben? Erinnern Sie sich an das Gefühl, als Sie ein Ziel erreicht haben und voller Stolz und Freude waren? So wirken Errungenschaften. Setzen wir uns also Ziele - egal wie klein oder groß - und erreichen diese, ist das ebenfalls ein Faktor für ein gelungenes Leben. Steigert zudem das Selbstwirksamkeitserleben und den Selbstwert. ** Tipps und Inspirationen: *** Karriereziele: Berufliche Meilensteine, wie eine Beförderung, den Abschluss eines wichtigen Projekts oder das Starten eines eigenen Unternehmens. *** Persönliche Ziele: Persönliche Ziele, wie das Abnehmen, das Erlernen einer neuen Sprache oder das Schreiben eines Buches. *** Bildung: Bildungsabschlüsse, wie ein Studium, eine Weiterbildung oder ein Zertifikat. *** Sportliche Leistungen: Sportliche Ziele, wie einen Marathon laufen, ein neues Trainingsziel erreichen oder einen Sportwettbewerb gewinnen. Häufige Fragen: Gelungenes Leben Was ist ein gelungenes Leben eigentlich? Ein gelungenes Leben ist kein perfektes Leben ohne Krisen, Brüche oder schwierige Phasen. Vielmehr geht es darum, am Ende sagen zu können: Es war stimmig, lebendig und in wesentlichen Teilen wirklich mein Leben. Ein gelungenes Leben entsteht dort, wo Zufriedenheit, Sinn, Beziehungen, persönliche Entwicklung und innere Verbundenheit zusammenkommen. Welche Faktoren gehören zu einem gelungenen Leben? Für ein gelungenes Leben sind nach der Positiven Psychologie vor allem fünf Bereiche wichtig: positive Gefühle, Engagement, gelingende Beziehungen, Sinn und Errungenschaften. Diese Faktoren stärken nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch Resilienz, Selbstwirksamkeit und Lebenszufriedenheit. Sie zeigen, dass ein gelungenes Leben nicht vom Zufall abhängt, sondern bewusst mitgestaltet werden kann. Kann man ein gelungenes Leben bewusst gestalten? Ja, ein gelungenes Leben lässt sich bewusst gestalten, auch wenn nicht alles im Leben planbar ist. Entscheidend ist, die eigene Richtung zu kennen und sich immer wieder zu fragen, was wirklich nährt, verbindet und Sinn gibt. Oft beginnt ein gelungenes Leben nicht mit einer riesigen Veränderung, sondern mit kleinen Entscheidungen, die wieder mehr zu den eigenen Werten und Bedürfnissen passen. Welche Rolle spielen Beziehungen für ein gelungenes Leben? Positive Beziehungen sind ein zentraler Bestandteil für ein gelungenes Leben. Sie geben Halt, Zugehörigkeit, Unterstützung und das Gefühl, nicht allein durchs Leben zu gehen. Dabei geht es nicht um möglichst viele Kontakte, sondern um echte Verbindung, ehrliche Gespräche und gemeinsame Erfahrungen, die tragen und nähren. Warum sind Sinn und persönliche Ziele so wichtig für ein gelungenes Leben? Sinn und persönliche Ziele geben einem gelungenen Leben Richtung und Tiefe. Es braucht nicht immer die eine große Berufung, aber das Gefühl, dass das eigene Leben Bedeutung hat und dass man auf etwas zugeht, das sich innerlich stimmig anfühlt. Schon kleine Ziele, die wirklich zu Ihnen passen, können das Gefühl von Lebendigkeit, Zufriedenheit und innerer Klarheit deutlich stärken. Kennen Sie Ihre Charakterstärken? Die Positive Psychologie ziel darauf ab, dass das subjektive Wohlbefinden des Menschen sich nachhaltig verbessert. Dazu verfolgt Sie den Ansatz der Ressourcen- oder Kompetenzorientierung, statt der in der Psychologie üblichen Defizitenorientierung. Setzen wir unsere Stärken ein und nutzen diese so oft als möglich, gelingt uns mehr und wir erleben eine Aufwärtsbewegung unseres Wohlbefindens. Ihre Charakterstärken können Sie im kostenfreien "Signature Strengths"-Test herausfinden. Ein gelungenes Leben leben - machen Sie sich die fünf Faktoren für ein gelungenes Leben bewusst und starten Sie gleich heute mit Ihrem Richtungswechsel. Faktoren, die Sie als Mensch aufblühen lassen, Ihr Wohlbefinden nachhaltig verbessern und damit Ihren Alltag zum Blühen bringen, finden wir gemeinsam, wenn Sie das wünschen! Vereinbaren Sie gleich jetzt einen Termin für ein kostenfreies Vorgespräch. Vielleicht interessiert Sie auch: Binäres Denken: Die Welt ist bunt - Ihre Gedanken auch? Glaubenssätze erkennen und verändern Denkfehler 2.0: Warum unser Gehirn uns austrickst Quellen und Inspirationen: Flourish; Wie Menschen auflühen: die Positive Psychologie des gelingenden Lebens; Marin Seligman; ISBN: 978-3-466-30934-4 www.soham-psychologische-beratung.de
- Selbstliebe: 10 Tipps für mehr Liebe zu sich selbst
Selbstliebe, die Basis für Selbstwertgefühl und Wohlbefinden Selbstliebe heißt, sich selbst mit Wärme und Freundlichkeit zu begegnen. Selbstliebe - wie geht das? In meiner Praxis stelle ich immer wieder fest, dass ganz wenige Klienten sich selbst lieben. Dabei ist Selbstliebe ein ganz wichtiger Aspekt des emotionalen und mentalen Wohlbefindens, da sie das Selbstwertgefühl stärkt und zu einem ausgeglicheneren und erfüllteren Leben beiträgt. Darüber hinaus geht fehlende liebe zu sich selbst oft mit psychischen Beschwerden einher. Das kann sich im schlimmsten Fall zu psychischen Störungen mit krankheitswert im Sinne der ICD-11 ausweiten. Klienten die Selbstliebe lernen möchten, fragen mich oft: "Was tun bei fehlender Selbstliebe", "wie komme ich in die Selbstliebe" oder "wie kann ich meine Selbstliebe stärken?" Mit diesem Artikel möchte ich Ihnen ein kleines Coaching anbieten und mit den 10 Tipps für mehr Selbstliebe aufzeigen, wie Sie in die Liebe zu sich selbst kommen. Probieren Sie es aus, es lohnt sich! Wenn Sie sich dabei Unterstützung wünschen oder den Weg nicht allein gehen möchten, begleite ich Sie gern ein Stück. Was ist Selbstliebe? Selbstliebe bezieht sich auf die positive Einstellung und Wertschätzung gegenüber sich selbst, einschließlich der Anerkennung und Akzeptanz eigener Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen. Selbstliebe beinhaltet, sich selbst mit Freundlichkeit und Selbstmitgefühl zu behandeln, für das eigene Wohlbefinden zu sorgen und gesunde Entscheidungen zu treffen, die das eigene Leben bereichern. Es bedeutet auch, sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist, mit allen Stärken und Schwächen. Ohne sich ständig zu kritisieren oder zu verurteilen. Abgrenzung: Selbstliebe ist nicht zu verwechseln mit Selbstverliebtheit, Egozentrik oder Narzissmus. Denn selbstverliebte, narzisstische und egozentrische Menschen nehmen sich gerade nicht in ihrer Ganzheit an; sie erhöhen sich und projizieren ein Idealbild auf sich. Selbstliebe dagegen ist das aufrichtige und vollständige Annehmen des Ist-Zustandes. Selbstliebe und Selbstmitgefühl sind keine neuen Konzepte, ganz im Gegenteil. Sie sind sogar sehr alt, denn sie gehen auf den Buddhismus zurück und passen trotzdem - so finde ich - perfekt in unsere Zeit. Mehr Selbstliebe? In einer Zeit, in der es vor allem um Selbstoptimierung zu gehen scheint, ist Selbstliebe lernen für Sie vielleicht sehr irritierend. Doch vielen macht das zu schaffen, dieses unermüdliche Streben danach, in allen Bereichen volle Leistung zu bringen. Mit sich achtsamer umzugehen, ist hier ein willkommener Gegenentwurf - und wohl auch ein Weg, um mögliche Folgen von hohem Erwartungsdruck zu verhindern. Untersuchungen zeigen, das bei Personen, die mit sich mitfühlend umgehen, Stressreaktionen und Ängste abnehmen. Auch zwischenmenschliche Beziehungen profitieren, Krisen werden besser verwunden, da mit mehr Selbstliebe das Selbstwertgefühl steigt. Mitunter braucht es nur wenige kleine Schritte, um sich selbst mehr Verständnis entgegenzubringen. Lassen Sie sich darauf ein und beginnen Sie gleich heute Ihre persönliche Selbstliebe Therapie. Der Weg zur Selbstliebe: 10 Selbstliebe Übungen aus der Praxis Tipp 1 für mehr Selbstliebe: Ich bin richtig, so wie ich bin! Schöner, fitter, jünger, erfolgreicher. Wenn wir uns nur gut organisieren, dann werden wir das perfekte Leben führen. Dazu nutzen wir Apps, Ratgeber, überwachen unsere Schritte und kaufen Produkte die uns unterstützen. Wir streben nach der perfekten Version unseres Selbst und stehen oft ständig "unter Strom". Selbstliebe beginnt mit dem, was Sie über sich selbst glauben. Dabei braucht unser Gehirn ruhe und Phasen des einfachen "Treibens". Nur damit kann es zu anderen Zeiten wieder Höchstleistungen bringen, erlebtes verarbeiten und Kreativität entfalten. Doch warum glauben wir eigentlich perfekt sein zu müssen? Warum streben wir so hartnäckig nach Perfektion und optimieren uns über die Erschöpfungsgrenze hinaus? Ganz oft geht es um soziale Anerkennung und Status. Dabei könnte uns die Frage nach unseren Werten und Zielen den Druck nehmen und uns gleichzeitig helfen uns so anzunehmen wie wir sind. Tipp 2 für mehr Selbstliebe: Achtsam durchs Leben! Achtsamkeit kann dabei helfen innere Dialoge zu erkennen und Muster zu identifizieren. Gerade bei fehlender Selbstliebe sind die inneren Stimmen oft selbst-abwertend und kritisch. Beobachten Sie nur, bewerten Sie nicht. Gibt es Situationen, in denen Sie sich unwohl fühlen? Hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Wenn Sie achtsam beobachten lernen Sie sich selbst besser kennen und das hilft, sich selbst liebevoll anzunehmen. Tipp 3 für mehr Selbstliebe: Ich bin meine beste Freundin/mein bester Freund! Experiment 1: Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Fehler gemacht, Ihnen ist was runtergefallen oder Sie haben im Büro eine ungeschickte, unpassende Aussage getroffen. Wie redet die Stimme in Ihrem Kopf mit Ihnen? Was sagt sie und was wirft sie Ihnen vor? Stellen Sie sich nun vor, Ihre Freundin/Ihr Freund berichtet Ihnen von der gleichen Situation. Nur, dass sie/er sie erlebt hat und nicht Sie. Was sagen Sie zu Ihrem Freund/Ihrer Freundin. Nörgeln Sie an ihm rum, beschimpfen Sie ihn oder machen Sie ihn klein? Was ist Ihnen aufgefallen? In meiner Praxis erlebe ich oft, dass viele Menschen mit sich selbst kritisch und manchmal sogar böse umgehen. Wenn ich dann dieses Experiment vorschlage gucke ich in verblüffte Augenpaare. Die Klienten stellen dann selbst fest, wie unterschiedlich Sie sich und Ihren besten Freund/Ihre beste Freundin behandeln. Experiment 2: Behandeln Sie sich zwei Wochen so liebevoll, fürsorglich und verständnisvoll wie Ihre Freundin/Ihren Freund. Sie werden feststellen, dass dies ein tolles Gefühl ist und Ihre Selbstliebe enorm voran bringt. Und wenn Sie nicht mehr damit aufhören möchten, dann machen sie einfach weiter. ** Übrigens: mit sich selbst mitfühlend umzugehen ist kein Selbstmitleid. Es geht nicht darum sich in Gedanken zu verlieren wie hoffnungslos alles ist. Ziel ist vielmehr Trost. Fragen Sie sich selbst: "Was kann ich tun, damit du dich besser fühlst?": Muntern Sie sich auf: "Erinnere dich, was du schon alles geschafft hast" Tipp 4 für mehr Selbstliebe: Ich kann heute nicht! Selbstfürsorge ist ein wichtiger Bestandteil der Selbstliebe. Sorgen Sie für sich und achten Sie auf die Hinweise Ihres Körpers. Wenn Ihr Körper Ihnen signalisiert, dass es Zeit für eine Pause ist, dann gönnen Sie ihm diese. Mit neuer Kraft und Energie wird er Sie danach tatkräftig unterstützen. Tipp 5 für mehr Selbstliebe: Um18 Uhr habe ich einen wichtigen Termin! Was sind Ihre Krafttankstellen? Was tut Ihnen gut, was bringt Ihnen Freude und Leichtigkeit? Leben Sie, oder funktionieren Sie für Ihre Pflichten? Erstellen Sie eine Liste mit to-does-for-yourself und vereinbaren Sie feste Termine mit sich selbst. Halten Sie diese Termine ein, als wäre es ein Termin mit dem Finanzamt. Sie sind der wichtigste Mensch in Ihrem Leben! Tipp 6 für mehr Selbstliebe: Nein, das geht nicht! Am Wochenende beim Umzug helfen, obwohl Sie die ganze Woche ständig von Termin zu Termin gehetzt sind. Sie sagen zu, obwohl Sie das Gefühl haben, dass alles zu viel ist. Ein NEIN zu einer anderen Person ist ein JA zu uns selbst! Sie selbst sind der wichtigste Mensch in Ihrem Leben. Wenn es Ihnen gut geht, dann können Sie für die sorgen, die Ihnen wichtig sind. Prüfen Sie also immer, ob das JA zu einer Frage oder Bitte auch von Herzen kommt und damit auch ein JA zu Ihnen ist. Tipp 7 für mehr Selbstliebe: Nicht so schlimm! Das kann passieren! Wir sind Menschen und machen Fehler. Es passiert und mit jedem Fehler lernen wir. Selbstliebe: Betrachten Sie Fehler sind Helfer FEHLER - HELFER. Wie gehen Sie mit Fehler um? Verzeihen Sie sich, wenn mal was schief gelaufen ist? Erkennen Sie die Chance auf Wachstum und können Sie zu sich tröstende Worte sagen wie: "Ist ok, das passiert schon mal."? Gut, denn Liebe heißt verzeihen können. Und Selbstliebe heißt sich selbst verzeihen können. Tipp 8 für mehr Selbstliebe: Vergleichen, erwarten und beurteilen. Nicht mein Ding! Jeder ist anders. Die Diversität macht das Miteinander bereichernd und bunt. Wir alle nehmen die Welt unterschiedlich wahr, wir alle sind unterschiedlich geprägt und damit einzigartig. Vergleichen, beurteilen und erwarten ist per se nicht hilfreich. Das beste Beispiel sind die sozialen Netzwerke. Das Leben ist keine Aneinanderreihung von berauschenden Erlebnissen. Lassen Sie sich nicht blenden. Wir vergleichen uns und sind frustriert. Wir beurteilen und erwarten und werden ent-täuscht. Das schließt uns selbst mit ein. Machen Sie sich frei und seinen Sie offen. Sie werden staunen, wie es Sie befreit, Ihre Beziehungen bereichert und die Liebe zu sich selbst vertieft. Tipp 9 für mehr Selbstliebe: Dankeschön! Unser Gehirn ist evolutionär so entwickelt, dass wir nur unseren Fokus auf das Bedrohliche, Gefährliche, Schlecht und Negative richten. Nur so konnten wir uns im Verlauf vieler tausend Jahre vor Gefahren schützen und überleben. Was ist aber mit den vielen wunderbaren Dingen, die wir tagtäglich erleben? Unser Fokus ist zu eng um positive Momente umfänglich zu würdigen. Dabei ist die Wirkung von einem trainierten Perspektivwechsel in Richtung "Dankbarkeit" in vielen Studien belegt. Es ist sogar belegt, dass Menschen die zu depressiver Stimmung neigen oder viel Grübeln im Verlauf einiger Wochen eine besseres Lebensgefühl entwickeln. Ein Dankbarkeitstagebuch hilft den "Positiv-Muskel" in Ihrem Gehirn zu trainieren und verändert Ihr Lebensgefühl nachhaltig. Dazu empfehle ich abends vor dem Schlafengehen 3 Dinge, für die Sie an diesem Tag dankbar sind zu notieren. Tipp 10 für mehr Selbstliebe: Das habe ich gut gemacht! "Eigenlob stinkt" NICHT. Ganz im Gegenteil. Wenn wir uns selbst loben, schüttet unser Gehirn Dopamin aus und das macht uns glücklich. Mit diesem Gefühl werden wir selbstbewusster und zufriedener. Das wiederum führt zu besserer Leistung und das ganz ohne Druck und Optimierungsstress. Also loben Sie sich, wann immer es geht! Selbstliebe wächst, wenn Sie Ihren eigenen Weg anerkennen. Ich wünsche Ihnen ganz viel Spaß auf Ihrem persönlichen Weg in die Selbstliebe. Sorgen Sie gut für sich und vergessen Sie nicht: Sie sind liebens-wert. Spricht Sie das an? Fragen Sie sich, wie sich mehr Selbstliebe und Zufriedenheit mit sich auf Ihr Leben auswirken würde? Möchten Sie sich endlich annehmen, wie Sie sind und die Selbstzweifel hinter sich lassen? Vereinbaren Sie hier ein kostenfreies Vorgespräch für eine intensive Begleitung, die Ihr Leben verändern wird. Häufige Fragen zu Selbstliebe Was ist Selbstliebe eigentlich? Selbstliebe bedeutet, sich selbst mit Freundlichkeit, Respekt und Mitgefühl zu begegnen. Dazu gehört, die eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen ernst zu nehmen und sich nicht permanent abzuwerten. Selbstliebe heißt nicht, sich perfekt zu finden, sondern sich in der eigenen Ganzheit anzunehmen – mit Stärken, Schwächen und allem, was menschlich dazugehört. Wie kann ich Selbstliebe lernen? Selbstliebe lernen beginnt oft nicht mit einem großen Durchbruch, sondern mit kleinen, ehrlichen Schritten im Alltag. Hilfreich sind zum Beispiel ein freundlicherer innerer Dialog, mehr Selbstfürsorge, klare Grenzen, ein bewussterer Umgang mit Fehlern und der Verzicht auf ständige Vergleiche. Entscheidend ist, sich selbst nicht länger wie einen Gegner zu behandeln, sondern wie einen Menschen, der Unterstützung verdient. Woran merke ich, dass mir Selbstliebe fehlt? Fehlende Selbstliebe zeigt sich oft darin, dass Menschen sehr streng mit sich sprechen, ihre Bedürfnisse übergehen, sich permanent vergleichen oder sich selbst nur dann okay finden, wenn sie funktionieren. Auch Schuldgefühle, Perfektionismus, Selbstzweifel und ein harter Umgang mit eigenen Fehlern können Hinweise darauf sein. Viele merken erst spät, wie wenig freundlich sie innerlich mit sich selbst umgehen. Ist Selbstliebe dasselbe wie Egoismus oder Narzissmus? Nein, Selbstliebe ist nicht dasselbe wie Egoismus oder Narzissmus. Echte Selbstliebe bedeutet nicht Überhöhung, sondern Annahme. Wer sich selbst liebevoll annimmt, muss sich nicht größer machen als andere, sondern kann sich realistisch sehen und zugleich gut behandeln. Gerade deshalb stärkt Selbstliebe oft auch Beziehungen, weil sie mehr innere Ruhe, Klarheit und emotionale Reife mit sich bringt. Was verändert sich, wenn Selbstliebe wächst? Wenn Selbstliebe wächst, verändert sich meist nicht nur das innere Erleben, sondern auch der Alltag. Menschen gehen freundlicher mit sich um, setzen klarere Grenzen, lassen Fehler eher zu und fühlen sich weniger getrieben, perfekt sein zu müssen. Selbstliebe stärkt das Selbstwertgefühl, reduziert inneren Druck und schafft oft mehr Gelassenheit, Zufriedenheit und Verbundenheit mit sich selbst. Vielleicht interessiert Sie auch: Was ist Selbstcoaching? Ein glückliches Leben – wünschen wir uns das nicht alle? Die 5 Sprachen der Liebe: Ihr Wegweiser für eine erfüllte Partnerschaft www.soham-psychologische-beratung.de
- Selbstwert stärken für mehr Lebensfreude
Selbstwert stärken bedeutet, die Art und Weise zu verändern, wie Sie sich selbst sehen, bewerten und behandeln. Ein gesunder Selbstwert entsteht nicht durch Perfektion oder äußere Anerkennung, sondern durch innere Klarheit, Selbstakzeptanz und ehrliche Selbstfürsorge. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Selbstwert entsteht, was ihn schwächt – und welche Schritte Sie gehen können, um Ihr Selbstwertgefühl nachhaltig zu stärken. Selbstwert stärken – warum Ihr innerer Wert alles beeinflusst Selbstwert stärken – das klingt nach einem Ratgeber-Thema, das man schon oft gehört hat. Doch die Wahrheit ist: Selbstwert hat eine enorme Macht über unser gesamtes Leben. Vor mir liegt ein 20-Euro-Schein. Ganz glatt und neu. Wieviel ist der wert? Sie schmunzeln oder schütteln den Kopf? Was für eine Frage. Er ist natürlich 20 Euro wert. Nun zerknülle ich diesen 20-Euro-Schein und frage Sie erneut. Was ist der Schein jetzt wert? Er ist geknickt und unansehnlich. Welchen Wert hat er jetzt, wo er nicht mehr makellos ist? Was ist Ihr Wert? Welchen Wert messen Sie sich bei? Selbstwert ist ein großes Thema in vielen psychologischen Beratungsgesprächen. Der Wert, den Sie sich bemessen beeinflusst, wie Sie sich fühlen, wie Sie handeln und wie Sie Ihr Leben leben. In diesem Beitrag soll es um Selbstwert und seine Macht über Ihr Leben gehen: Selbstwert stärken: Was ist Selbstwert? Selbstwert stärken: Was ist Selbstwert nicht? Selbstwert stärken: Was ist ein gesundes Selbstwertgefühl? Selbstwert stärken: Wie entsteht Selbstwert? Selbstwert stärken: Was beeinflusst Ihren Selbstwert? Selbstwert stärken: 8 Tipps, wie Sie Ihr Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl gezielt aufbauen Selbstwert stärken: Manchmal reicht ein klarer Satz, der erinnert: Du darfst dein Leben wirklich leben – nicht nur funktionieren. 1. Selbstwert stärken: Was ist Selbstwert? Selbstwert stärken – dazu gibt’s unzählige Bücher, Ratgeber und Listen mit Tipps. Aber mal ehrlich: Was heißt das eigentlich konkret? Woher kommt ein schlechtes Selbstwertgefühl – und was hilft wirklich, wenn man sich klein, unsicher oder nicht gut genug fühlt? Genau darum geht’s in diesem Beitrag. Selbstwert stärken: Die Säulen des Selbstwert Dr. phil. Friederike Potreck-Rose ist Diplom-Psychologin in Freiburg im Breisgau. Sie definiert Selbstwert als das überspannende Dach auf vier gleich starken Säulen. Säule 1: Selbstakzeptanz - die positive Einstellung zu sich selbst Selbstliebe Selbstachtung Selbstwertschätzung Säule 2: Selbstvertrauen - die positive Einstellung zu und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Leistungen etwas erreichen etwas durchhalten etwas lassen können Säule 3: Soziale Kompetenz - das Erleben von Kontaktfähigkeit mit anderen Menschen umgehen können Flexibel auf verschiedene (schwierige) Situationen reagieren können Nähe und Distanz regulieren können Säule 4: Soziales Netz - das Eingebundensein in positive soziale Beziehungen befriedigende Partnerschaft befriedigende familiäre Beziehungen Freundschaften pflegen und halten können anderen Menschen wichtig und in Beziehungen verlässlich sein Die beiden Fundamente unter den Säulen des Selbstwert sind also sowohl auf die eigene (intrapersonell) als auch auf die andere (interpersonell) Person bezogen. Sie können sich nun ein Haus oder einen alten Tempel vorstellen und wissen sofort, dass das Gewicht des Daches auf den Säulen verteilt ist. Gerät nun eine Säule ins Wanken oder bricht weg, tragen die anderen Säulen mehr und je nach Situation, gerät das Gebäude aus dem Gleichgewicht. 2. Selbstwert stärken: Was ist Selbstwert nicht? Selbstwert stärken heißt auch, falsche Vorstellungen zu hinterfragen. Es gibt viele Irrtümer rund um das Thema Selbstwert – und genau die können das eigene Selbstbild verzerren und seelisch belasten. Hier sind die häufigsten Denkfehler, die dem Selbstwert im Weg stehen: 1. Selbstwert ist gleich Selbstbewusstsein Viele denken, Selbstwert und Selbstbewusstsein seien wie Zwillinge – quasi dasselbe in zwei Verpackungen. Falsch gedacht! Selbstbewusstsein ist eher das coole Auftreten auf der Bühne, wenn man weiß, was man kann. Wer aber seinen Selbstwert stärken will, braucht das warme, gemütliche Gefühl, auch abseits der Bühne okay zu sein – ganz egal, wie das Publikum klatscht. 2. Selbstwert hängt von externen Faktoren ab Selbstwert stärken heißt: sich nicht über Äußerlichkeiten zu definieren. „Ich bin nur etwas wert, wenn ich erfolgreich, schlank, schön oder beliebt bin!“ – kennen Sie diesen Gedanken? Gute Nachricht: Der stimmt so nicht. Selbstwert kommt von innen, nicht von Likes oder Titeln. Äußere Dinge verblassen – der wahre Schatz liegt in Ihrer Fähigkeit, sich selbst zu akzeptieren. Auch dann, wenn der Erfolg mal eine Pause macht. 3. Perfektionismus ist der Schlüssel zum hohen Selbstwert Selbstwert stärken bedeutet nicht, perfekt sein zu müssen. Hier liegt der Hase im Pfeffer: Viele glauben, sie müssten alles fehlerfrei machen, um sich selbst mögen zu dürfen. Dabei ist Perfektionismus oft der heimliche Saboteur des Selbstwerts. Die ständige Jagd nach dem Fehlerfreien führt eher dazu, dass wir uns selbst ständig kritisieren. Also: Lieber mal fünf gerade sein lassen – Ihr Selbstwert wird es Ihnen danken! 4. Selbstwert ist unveränderlich „Ich bin eben so, daran kann ich nichts ändern.“ Echt jetzt? Selbstwert ist kein Stein, sondern eher wie ein Garten – mit ein bisschen Pflege, Reflexion und positiven Erfahrungen lässt sich der Selbstwert stärken und daraus eine wunderschöne Blumenwiese wachsen. Es ist nie zu spät, sich selbst ein bisschen mehr Liebe zu schenken. Lesen Sie dazu gern mehr im Blogbeitrag Selbstliebe lernen: Wie Sie sich selbst endlich annehmen können. Darüber hinaus finden Sie ganz praktische Tipps im Beitrag — Selbstliebe: 10 Tipps für mehr Liebe zu sich selbst. 5. Selbstwert bedeutet, immer positiv über sich zu denken Selbstwert stärken heißt nicht, sich im Spiegel anzugrinsen und zu rufen: „Ich bin großartig!“ Es geht darum, sich auch an schlechten Tagen okay zu finden – und das gilt selbst dann, wenn der Kuchen anbrennt oder das Chaos im Alltag mal überhandnimmt. Ein realistisches Selbstbild mit Stärken und Schwächen ist viel wertvoller als rosarote Dauer-Lobhudelei. Vertiefende Impulse dazu finden Sie im Blogbeitrag Gesunder Selbstwert: Das Gesicht des Selbstwerts. 6. Selbstwert ist egoistisch Selbstwert stärken – und schon kommt der Vorwurf: „Das ist doch egoistisch!“ Wirklich? Fakt ist: Wenn Sie sich selbst akzeptieren, sind Sie ein besserer Partner, Freund oder Kollege. Warum? Weil Sie aus einem Gefühl der Fülle heraus geben, statt aus dem Bedürfnis nach Bestätigung. Selbstwert ist also das Gegenteil von egoistisch – es ist die Basis für gesunde Beziehungen. 7. Selbstwert kann nur durch externe Bestätigung gestärkt werden Selbstwert stärken funktioniert nicht über Likes oder Schulterklopfen allein. „Du bist toll!“ – klar, solche Worte tun gut. Aber sie sollten das Sahnehäubchen sein, nicht der Kuchen. Ihr Selbstwert sollte vor allem aus Ihrer inneren Selbstakzeptanz kommen, nicht aus dem Applaus anderer. Sie sind der Chef Ihrer Selbstliebe – und glauben Sie mir, das ist ein sicherer Job. Es ist wichtig, diese Irrtümer zu erkennen – und loszulassen. Nur so können Sie Ihren Selbstwert stärken und zu einem gesunden Selbstwertgefühl finden. Selbstreflexion, Achtsamkeit und Mitgefühl mit sich selbst helfen dabei, sich realistischer zu sehen – und liebevoller mit sich umzugehen. 3. Selbstwert stärken: Was ist ein gesundes Selbstwertgefühl? Das Wichtigste vorweg: Es gibt nicht den einen guten, gesunden Selbstwert. Dazu sind wir Menschen zu verschieden und zu individuell. Wie oben schon erwähnt, ist es wichtig, den Selbstwert nicht über das Außen zu definieren. Wer Selbstwert stärken will, braucht innere Klarheit, Selbstakzeptanz – und ein realistisches Bild von sich selbst. Ein „zu viel“ oder „zu wenig“ gibt es aber durchaus. Verminderter Selbstwert - Unterschätzung der eigenen Fähigkeiten Ein zu geringer Selbstwert kann langfristig zu (erheblichen) körperlichen und seelischen Problemen führen – oft zeigt sich das auch psychosomatisch, etwa durch Schmerzen oder Verspannungen. Auch die mentale Gesundheit leidet: Erschöpfung, Antriebslosigkeit oder depressive Gedanken sind häufige Begleiter. Im schlimmsten Fall kann ein dauerhaft geschwächter Selbstwert sogar krank machen. Deshalb ist es so wichtig, den Blick nach innen zu richten – und gezielt den Selbstwert stärken zu wollen. Wie verhalten sich Menschen mit zu geringem Selbstwertgefühl? Sie bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück, sind oft verspannt, haben Kopf- und Rückenschmerzen, ziehen sich zurück, vermeiden soziale Situationen, schlafen schlecht, fühlen sich wie Hochstapler (Imposter), sind traurig oder zurückhaltend. Viele neigen zur Prokrastination, flüchten sich vor den Fernseher oder Computer, oder greifen zu Alkohol – um nur einige Beispiele zu nennen. Übersteigertes Selbstwertgefühl - Überschätzung der eigenen Fähigkeiten Wer seine eigenen Fähigkeiten überschätzt, wird von seinen Mitmenschen oft als narzisstisch oder egoistisch wahrgenommen. Auch Rücksichtslosigkeit und Selbstsucht werden häufig unterstellt. Das führt nicht selten zu Schwierigkeiten in sozialen Beziehungen und zu Konflikten in Partnerschaft oder Freundeskreis. Wer wirklich Selbstwert stärken will, braucht nicht Überhöhung – sondern eine realistische, ehrliche Sicht auf sich selbst. 4. Selbstwert stärken: Wie entsteht Selbstwert? Selbstwert stärken beginnt mit dem Verständnis dafür, wie unser Selbstwert überhaupt entsteht. Selbstwert oder Selbstwertgefühl entwickelt sich durch eine komplexe Mischung aus verschiedenen Faktoren, die im Laufe des Lebens wirken. Der Grundstein wird im Elternhaus bzw. durch die Erziehung gelegt. Darüber hinaus gibt es aber viele weitere Einflüsse, die zur Entwicklung des Selbstwerts beitragen. 1. Erfahrungen in der Kindheit Eltern und Bezugspersonen: Kinder, die von ihren Eltern oder Bezugspersonen geliebt, unterstützt und geschätzt werden, entwickeln oft ein stärkeres Selbstwertgefühl. Diese Kinder werden im Laufe ihrer Entwicklung positiv bestätigt und erfahren viel emotionale Wärme. Sie wachsen unter einem klaren Motto auf: Du bist gut so, wie du bist! Im Gegensatz dazu wirken Sätze wie: "Das schaffst du eh nicht!", "Dazu bist du zu schwach!" oder "Du bist nicht gut genug!" Diese Aussagen führen zu blockierenden Glaubenssätzen – und wenn sie nicht korrigiert werden, können sie ein ganzes Menschenleben unbewusst beeinflussen. Später ist es oft ein wichtiger Schritt, den eigenen Selbstwert zu stärken, um solche inneren Botschaften zu entkräften. Erziehungsmethoden: Autoritäre oder abweisende Eltern beeinflussen das Selbstwertgefühl oft negativ, während unterstützende und wertschätzende Eltern es nachhaltig stärken. Eine Erziehung, die klar zwischen Kind und Verhalten unterscheidet – und nur das Verhalten, nie das Kind als Person tadelt – unterstützt eine gesunde Entwicklung des Selbstwerts und des Selbstvertrauens. So entsteht die Basis, auf der Kinder später lernen können, ihren Selbstwert zu stärken – unabhängig von äußeren Bewertungen. Anmerkung: Kinder zu erziehen ist wirklich nicht leicht. Wir lernen Kindererziehung nicht in der Schule und nicht in der Ausbildung oder im Studium. Die meisten Eltern erziehen ihre Kinder so gut, wie sie es eben können. Jeder von uns hat Erfahrungen und Muster, die in die Kindererziehung mit einfließen. Bitte verurteilen Sie Ihre Eltern nicht, wenn Sie heute mit Ihrem Selbstwert kämpfen oder glauben, keinen zu haben. Ihre Eltern wussten oder konnten es nicht besser. Sie aber können jetzt beginnen, Ihren Selbstwert zu stärken – dazu später mehr. 2. Persönliche Leistungen und Fähigkeiten Erfolge und Misserfolge: Erfahrungen von Erfolg – z. B. in Schule, Beruf, Sport oder Hobbys – können den Selbstwert stärken. Vorausgesetzt, man attribuiert den Erfolg auch entsprechend. Umgekehrt können wiederholte Misserfolge, Niederlagen und Tiefschläge das Selbstwertgefühl natürlich auch beeinträchtigen. Gerade wenn der Selbstwert schwach ist, neigt man dazu, den Fehler bei sich selbst zu suchen (Frauen tun dies übrigens häufiger als Männer) – und das kann wie eine Spirale nach unten wirken. Wer in solchen Momenten den Blick auf vorhandene Stärken lenkt, kann gezielt beginnen, den Selbstwert stärken zu wollen. Zielerreichung: Wer sich (erreichbare) Ziele setzt und diese konsequent verfolgt, stärkt damit automatisch auch das Selbstbewusstsein. Gleichzeitig ist es ein wirksamer Weg, den Selbstwert stärken zu können – denn wer sich als handlungsfähig erlebt, gewinnt Vertrauen in sich selbst. 3. Soziale Beziehungen Freundschaften und soziale Unterstützung: Wenn wir eingebettet sind in positive soziale Beziehungen und regelmäßig Unterstützung durch Familie und Freunde erfahren, uns geliebt und verstanden fühlen, zahlt das direkt auf unseren Selbstwert ein. Im Gegensatz dazu schwächen negative Erfahrungen, starke Verletzungen und andauernde Kränkungen in Familie, Beziehungen und Freundschaften den Wert, den wir uns selbst beimessen. Wer den eigenen Selbstwert stärken möchte, braucht deshalb auch ein Umfeld, das unterstützt – nicht abwertet. Vergleiche mit anderen: Der soziale Vergleich kann sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf unseren Selbstwert haben. Viele Menschen vergleichen sich mit anderen – und schneiden subjektiv schlechter ab. Der innere Kritiker nimmt das dann zum Anlass und beschimpft und verunglimpft uns massiv. Das senkt natürlich den Selbstwert – und wir fühlen uns oft noch schlechter und schwächer als zuvor. Auch hier ist es hilfreich, bewusst den Fokus zu verändern, um den Selbstwert stärken zu können – unabhängig vom Außen. Der Trick ist das mindset! Grundsatz: Sie sind genau richtig und gut, so wie Sie sind! Jeder Vergleich mit anderen zeigt Ihnen Wachstumspotentiale und einen Weg der Entwicklung für Ihre Persönlichkeit Wichtig: Es muss sich stimmig für Sie, Ihr Leben und Ihr Wertesystem anfühlen 4. Selbstwahrnehmung und Selbstakzeptanz Selbstreflexion: Die Fähigkeit, sich selbst realistisch zu sehen und zu akzeptieren, ist ein Grundpfeiler für Ihr Selbstwertgefühl. Sie sind ein Mensch und haben Stärken und Schwächen – das hat jedes menschliche Wesen. Nobody is perfect! Wer beginnt, sich selbst ehrlich wahrzunehmen, legt damit auch die Basis, um den Selbstwert stärken zu können. Selbstfürsorge: Sorgen Sie gut für sich. Behandeln Sie sich wie Ihre beste Freundin. Wer nicht ausreichend gut für sich sorgt und auf die eigenen Bedürfnisse achtet, unterschätzt seinen Wert grundlegend. Auch kleine Rituale der Achtsamkeit helfen dabei, den Blick nach innen zu richten – und Schritt für Schritt den Selbstwert stärken zu lernen. 5. Medien und gesellschaftliche Einflüsse Medien und Gesellschaft: Gerade die Darstellung von Schönheitsidealen, Lebensereignissen, Status und Erfolgen in den (Sozialen-)Medien kann dramatische Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl haben. Jedes Leben hat Höhen und Tiefen. In der ersten der 4 edlen Weisheiten der buddhistischen Psychologie heißt es sogar: "Alles Dasein ist Leid." Kein wirkliches, echtes und realistisches Leben ist eine Aneinanderreihung von Höhen. Wir sehen nur das Tolle, das Beeindruckende. Wenn wir dabei vergessen, dass das eben nur ein Auszug ist, fühlen wir uns angesichts der Darstellung (zu Unrecht) einsam und wertlos. Wer dem etwas entgegensetzen will, kann lernen, den Selbstwert stärken – unabhängig von dem, was andere zeigen. Gesellschaftliche Normen und Werte: Der Einfluss von „Das tut man nicht“ und anderen tradierten Normen und Werten kann – je nach individueller Prägung und Erziehung – ebenfalls eine entsprechend dysfunktionale Wirkung auf den Selbstwert haben. Auch hier gilt: Wer sich bewusst davon löst, kann den eigenen Selbstwert stärken – auf Basis der eigenen Werte, nicht fremder Erwartungen. Kulturelle Unterschiede: Verschiedene Kulturen haben unterschiedliche Vorstellungen von Individualität und Gemeinschaft, die dann wiederum Rückkopplungen auf den Wert unseres Selbst haben und diesen beeinflussen. Auch hier lohnt es sich, die eigene Sichtweise zu reflektieren – gerade, wenn man den Selbstwert stärken will, jenseits kultureller Zuschreibungen. 6. Individuelle Unterschiede Persönlichkeitsmerkmale: Menschen sind von Natur aus mehr oder weniger verletzlich (vulnerabel). Die Verletzlichkeit (Vulnerabilität) wirkt ebenfalls auf den Selbstwert – und so sind manche Menschen einfach von Natur aus mit einem stärkeren Selbstwertgefühl „ausgestattet“, während andere anfälliger für Selbstzweifel sind. Gerade Letztere profitieren oft besonders davon, gezielt den Selbstwert stärken zu lernen – Schritt für Schritt und auf ihre eigene Weise. Psychische Gesundheit: Probleme wie Depressionen oder Angststörungen können das Selbstwertgefühl stark beeinträchtigen. Auch hier kann es hilfreich sein, gezielt an den eigenen Ressourcen zu arbeiten, um langfristig den Selbstwert stärken zu können – nicht als schnelle Lösung, sondern als bewusster Prozess der Selbstzuwendung. 5. Selbstwert stärken: Was beeinflusst Ihren Selbstwert? „Selbstwerträuber“ ist ein Begriff, den ich verwende, um bestimmte Denk- und Verhaltensmuster zu beschreiben, die das Selbstwertgefühl eines Menschen beeinträchtigen können. Diese Muster können dazu führen, dass sich jemand minderwertig, unzulänglich oder wertlos/unwürdig fühlt. „Selbstwerträuber“ sind natürlich ebenfalls sehr individuell. In meiner Praxis begegne ich einigen davon sehr häufig – und oft ist es ein wichtiger Schritt, diese zu erkennen, um den Selbstwert stärken zu können: Selbstkritik, negative Selbstgespräche: Wie reden Sie mit sich selbst? Kritisieren Sie sich oft und haben Sie häufig negative Gedanken über sich selbst? Neigen Sie dazu, Ihre eigenen Fehler und Schwächen übermäßig zu betonen oder zu verstecken? Spielen Sie Ihre Erfolge, Fähigkeiten oder positiven Eigenschaften, Ihre Stärken herunter? Wer zu kritisch mit sich umgeht oder sich Schwächen nicht zugesteht, darf darauf achten, dass der „Selbstwerträuber“ ihm nicht auflauert – und kann beginnen, den Selbstwert stärken in den Blick zu nehmen. Vergleiche mit anderen: Wie bewerten Sie sich selbst im Vergleich mit anderen? Schneiden Sie schlechter ab und verurteilen sich dann hart dafür? Wie sehen Sie sich grundsätzlich als Mensch – bevor Sie vergleichen? Sind Sie „okay, wie Sie sind“ und nutzen den Vergleich als Richtungszeiger für Ihr besseres Selbst? Oder finden Sie sich „nicht okay“ – und fühlen sich nach einem Vergleich mit anderen minderwertig oder unzureichend? Gerade in Zeiten sozialer Medien können ständige Vergleiche das Selbstbild schwächen. Umso wichtiger: bewusst hinschauen – und den Selbstwert stärken, unabhängig vom Außen. Perfektionismus: Geben Sie immer 100 %? Oder können Sie auch mal „Fünfe gerade sein lassen“? Menschen, die unrealistische Standards an sich selbst anlegen und nach Perfektion streben, setzen sich oft unter Druck und fühlen sich nie gut genug. Der Drang, alles perfekt machen zu wollen, kann zu ständiger Unzufriedenheit mit sich selbst führen – und ist ein klassischer Gegenspieler, wenn man den Selbstwert stärken möchte. Vermeidung von Herausforderungen: Nehmen Sie die Herausforderung auch mal an? Trauen Sie sich einfach mal was Neues, was Verrücktes zu tun? Menschen, die sich selbst als unwürdig oder unzulänglich empfinden, vermeiden gern Herausforderungen. Die Angst vor Versagen oder Ablehnung kann blockierend wirken – und verhindert, dass Sie sich als wirksam erleben. Wer hier gegensteuert, kann Schritt für Schritt den Selbstwert stärken und neue Erfahrungen sammeln. Ungesunde Beziehungen: Ungesunde oder missbräuchliche Beziehungen können das Selbstwertgefühl erheblich beeinträchtigen. Sind Sie in solchen Beziehungen gefangen, beginnen viele, ihre eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu vernachlässigen – und sich selbst abzuwerten. Auch hier kann es hilfreich sein, sich Unterstützung zu holen, um den Selbstwert stärken zu können und die eigene Würde wiederzufinden. Wenn Sie genauer verstehen möchten, wie bestimmte Denkmuster Ihren Selbstwert beeinflussen, lohnt sich ein Blick auf meine Beiträge zu Denkfehlern. Viele dieser Muster – ob Schwarz-Weiß-Denken, verzerrte Selbstbewertungen oder innere Kritiker – wirken oft im Hintergrund und verstärken das Gefühl, „nicht gut genug“ zu sein. Die folgenden Artikel geben einen klaren Einstieg: – Denkfehler: Nährboden für Depressionen – Denkfehler 2.0: Warum unser Gehirn uns austrickst – Binäres Denken: Die Welt ist bunt – Ihre Gedanken auch Es ist wichtig, diese „Selbstwerträuber“ zu identifizieren – und aktiv daran zu arbeiten, sie zu überwinden. Denn wer sie erkennt und bewusst verändert, kann Schritt für Schritt den Selbstwert stärken – und so zu mehr innerer Stabilität, Selbstakzeptanz und Lebensfreude finden. 6. Selbstwert stärken: 8 Tipps, wie Sie Ihr Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl gezielt aufbauen Selbstwert stärken: Es gibt Momente, da braucht es kein langes Abwägen, sondern einen klaren Hinweis: Go for it – du darfst dir selbst vertrauen. "Selbstwertspender" sind Quellen oder Faktoren, die zum Selbstwert stärken beitragen. Diese Faktoren können verschiedene Formen annehmen und sind individuell sehr unterschiedlich. Hier sind einige hilfreiche Tipps, wie Sie Ihren Selbstwert stärken können: Tägliche Sitzmeditation Kultivieren Sie Achtsamkeit in Ihrem Leben. Seien Sie im Hier und Jetzt präsent und nehmen Sie Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen bewusst wahr. Durch eine tägliche Meditationspraxis kultivieren Sie in recht kurzer Zeit einen inneren Beobachter, der Sie unterstützen wird. Sie werden Ihre innere Stimme "plappern" hören und sich selbst immer besser kennenlernen. Je besser Sie sich kennen, desto besser werden Sie sich verstehen. Je besser, je genauer Sie sich verstehen, desto mehr werden Sie sich Ihrer selbst bewusst. Führen Sie positive Selbstgespräche Behandeln Sie sich so, wie Sie Ihre beste Freundin/Ihren besten Freund behandeln. Sprechen Sie mitfühlend, liebevoll und freundlich mit sich selbst. Ermutigen Sie sich, wenn es schwierig ist, seinen Sie mitfühlend, tröstend und aufmunternd. Loben Sie sich wann immer es nur den kleinsten Grund dafür gibt, vergeben Sie sich Fehler und bleiben Sie geduldig und nachsichtig mit sich. Selbstfürsorge Entwickeln Sie Ihre ganz persönliche Selbstfürsorgepraxis. Sammeln Sie zunächst Ideen, was Ihrem Körper, Ihrem Geist und Ihrer Seele richtig gut tut. Das beginnt bei gesunder Ernährung und geht über die "kleinen Sünden" zum Kaffee, bis hin zu Körperpflege, ausreichend Schlaf, Bewegung und dem faulen Sonntag auf dem Sofa. Kurz: alles, was Sie zufrieden und froh macht. Selbstfürsorge ist ein Mehr von Dingen, die gut tun. Selbstfürsorge ist aber auch ein Weniger. Also ein Verzicht auf Handlungen (Konsum von ungesunden Lebensmitteln, Medien, Nachrichten, etc.) und Gedanken (Selbstvorwürfe o.ä.). Selbstfürsorgliche Handlungen zeigen und steigern die Selbstachtung und die Selbstliebe und tragen damit eben zu Selbstwert stärken bei. Übernehmen Sie Verantwortung für sich! Sie sind für Ihr eigenes Leben und Ihre Entscheidungen verantwortlich. Niemand außer Ihnen kann und wird diese Verantwortung übernehmen. Selbstverantwortung beinhaltet auch, die Verantwortung wenn nötig und angebracht bei einer anderen Person zu lassen. Sie sind nur für Ihr Handeln und Denken verantwortlich, und so sind auch die anderen Menschen für sich verantwortlich. Selbstverantwortung fördert Ihre Selbstwirksamkeit und Ihr Vertrauen in Ihre eigenen Fähigkeiten. Behaupten Sie sich! Stehen Sie für Ihre Bedürfnisse und Meinungen ein. Selbstbehauptung bedeutet, sich selbst und seine Wünsche ernst zu nehmen und nicht herunterspielen oder abwerten. Lernen Sie Ihre Bedürfnisse respektvoll zu kommunizieren und üben Sie auch mal nein zu sagen. Denken Sie dabei daran: Ein nein zu jemand anderem, ist ein ja zu sich selbst. Sie sind ein ja wert! Trennen oder distanzieren Sie sich von negativen Menschen Um den Selbstwert stärken zu können – gerade auch kurzfristig – brauchen Sie positive zwischenmenschliche Beziehungen: Unterstützende, liebevolle und respektvolle Kontakte können einen großen Einfluss auf das Selbstwertgefühl haben. Das Gefühl, von anderen gemocht, akzeptiert und geschätzt zu werden, tut gut und beflügelt ganz enorm. Prüfen Sie daher, wer in Ihrem Umfeld einen negativen Einfluss auf Sie hat, wer Sie „herunterzieht“ und wer Ihnen nicht guttut. Lösen Sie diese Kontakte auf, lassen Sie sie einschlafen oder – wenn es nicht anders geht – reduzieren Sie die Kontakthäufigkeit zumindest drastisch. Setzen Sie sich Ziele! Definieren Sie klare, erreichbare Ziele. Brechen Sie Ihre Ziele auf Teilziele herunter und arbeiten Sie systematisch daran, diese zu erreichen. Zielsetzung gibt Ihrem Leben Struktur und Richtung – und gleichzeitig das Gefühl, Kontrolle über Ihr Leben zu haben. Dieses Erleben von Selbstwirksamkeit ist ein zentraler Baustein, um den Selbstwert stärken zu können. Wichtig: Feiern Sie jeden noch so kleinen Etappensieg, bevor Sie beherzt die nächste Stufe erklimmen. Lob und Anerkennung Lernen Sie das kleine Wort „DANKE“ zu sagen. Erfahrungsgemäß können Menschen mit schwachem Selbstwert ganz schlecht Lob und Komplimente annehmen. Sie kommentieren, spielen herunter oder belächeln das Positive über sich und ihr Verhalten. Dabei ist genau das ein wichtiger Schritt, um den Selbstwert stärken zu können – nämlich sich selbst in einem guten Licht zu sehen und es auch stehen lassen zu können. Wenn Ihnen also jemand sagt: „Das hast du super gemacht“, dann antworten Sie nicht mit „Das war doch einfach“, „nicht der Rede wert“ oder „das war nichts“. Sie sagen einfach: „Danke“. Und vielleicht können Sie dazu sogar noch lächeln. Das Gefühl, geschätzt und respektiert zu werden, kann dazu beitragen, das Selbstwertgefühl zu erhöhen – und langfristig den Selbstwert stärken. Wenn Sie herausfinden möchten, welche inneren Muster, Bedürfnisse oder Stressfaktoren Ihren Selbstwert aktuell beeinflussen, hilft Ihnen der Klarheits-Check. Er gibt Ihnen eine schnelle Orientierung, zeigt Ihnen Entwicklungspotenziale – und unterstützt Sie dabei, sich selbst wieder klarer zu sehen. Alle Materialien finden Sie auf der Seite Klarheit zum Mitnehmen. Häufige Fragen zum Thema Selbstwert stärken Was bedeutet es eigentlich, den Selbstwert zu stärken? Den Selbstwert zu stärken bedeutet, die eigene innere Bewertung von sich selbst zu verändern. Es geht nicht darum, perfekt, erfolgreich oder immer sicher zu wirken, sondern darum, sich selbst als wertvoll, wichtig und grundsätzlich okay zu erleben. Ein gesunder Selbstwert entsteht vor allem durch Selbstakzeptanz, Selbstfürsorge und einen ehrlicheren Blick auf sich selbst. Wie entsteht ein schwaches Selbstwertgefühl? Ein schwaches Selbstwertgefühl entsteht oft nicht plötzlich, sondern wächst über Jahre. Häufig spielen Erfahrungen in der Kindheit, abwertende Botschaften, wiederholte Kränkungen, ständige Vergleiche, Perfektionismus oder ein sehr kritischer innerer Dialog eine Rolle. Auch belastende Beziehungen, Misserfolge oder psychische Krisen können dazu beitragen, dass Menschen sich selbst immer weniger zutrauen oder ihren eigenen Wert infrage stellen. Was schwächt den Selbstwert am meisten? Besonders häufig wird der Selbstwert durch ständige Selbstkritik, negative Selbstgespräche, Vergleiche mit anderen, Perfektionismus, das Vermeiden von Herausforderungen und ungesunde Beziehungen geschwächt. Solche Muster wirken oft im Hintergrund und werden mit der Zeit fast normal. Genau deshalb ist es so wichtig, diese „Selbstwerträuber“ überhaupt erst einmal zu erkennen. Kann man den Selbstwert wirklich stärken, auch wenn er schon lange niedrig ist? Ja, unbedingt. Selbstwert ist nicht festgeschrieben. Er kann sich verändern, auch wenn die alten Muster schon lange bestehen. Das braucht meist Zeit, Wiederholung und eine neue innere Haltung. Wer beginnt, sich selbst bewusster wahrzunehmen, freundlicher mit sich zu sprechen, für die eigenen Bedürfnisse einzustehen und alte Überzeugungen zu hinterfragen, kann den Selbstwert Schritt für Schritt stärken. Was hilft konkret, um den Selbstwert zu stärken? Hilfreich sind vor allem Dinge, die die Beziehung zu sich selbst verbessern. Dazu gehören zum Beispiel Achtsamkeit, positive Selbstgespräche, Selbstfürsorge, Selbstverantwortung, klare Grenzen, erreichbare Ziele, der bewusste Umgang mit Lob und das Distanzieren von Menschen, die dauerhaft abwerten oder schwächen. Entscheidend ist nicht der eine perfekte Schritt, sondern die wiederholte Erfahrung: Ich darf mich ernst nehmen. Selbstwert stärken: Ein Prozess, der sich wirklich lohnt Die Entwicklung des Selbstwertgefühls ist ein Prozess, der Zeit braucht. Ein starkes Selbstwertgefühl bringt viele Vorteile mit sich. Sie werden mutiger, verfolgen Ziele entschlossener – und Ihr Vertrauen in Ihre eigene Persönlichkeit wächst. Indem Sie Selbstwertprobleme angehen und verstehen, wie Ihr Selbstwertgefühl Sie lenkt und steuert, können Sie aktiv Ihr Leben zum Positiven verändern. Sie gewinnen an Selbstwirksamkeit – und können so auch in schwierigen Situationen besser für sich einstehen. Das ist einer der kraftvollsten Wege, um nachhaltig den Selbstwert stärken zu können. Kurz: Sich um Ihren Selbstwert zu kümmern, bedeutet, sich um Ihr gesamtes Wohlbefinden zu kümmern. Selbstwert stärken spielt eine extrem wichtige Rolle für unser Wohlbefinden, für unsere Resilienz und unsere Lebenszufriedenheit. Vielleicht kämpfen Sie gerade – und denken, Sie hätten kein Selbstwertgefühl? Die gute Nachricht ist: Sie können Ihren Selbstwert steigern. Wie entsteht Selbstwert? Selbstwertprobleme haben oft tiefe (unbewusste) Wurzeln. Doch mit der richtigen Herangehensweise – z. B. durch Verhaltenstherapie, (Wingwave) Coaching, Yager-Code, systemisches Arbeiten oder auch Selbsthypnose – können Sie Ihr Selbstwertgefühl langfristig aufbauen. Es gibt viele Wege, den Selbstwert stärken zu lernen: Von Reflexion und selbstwertsteigernden Verhaltensweisen bis hin zu einfachen, aber wirksamen Übungen. Die Entwicklung eines robusten Selbstwertgefühls ist ein Prozess, bei dem Sie lernen, tiefe Überzeugungen zu korrigieren, sich selbst zu schätzen und zu akzeptieren – und Ihr Selbstvertrauen zu festigen. Denken Sie daran: Selbstwert stärken ist kein Luxus – sondern ein Schlüssel zum Glück. Selbstwert und Selbstbewusstsein gehen Hand in Hand – beides können Sie stärken. Vielleicht interessiert Sie auch: Gefühle verstehen – und schwierige Emotionen als Kraftquelle nutzen Ein glückliches Leben – Wünschen wir uns das nicht alle? Gesunder Selbstwert: "Das Gesicht des Selbstwert" www.soham-psychologische-beratung.de





